15 März 2015

Kelly´s Corner: Think Big! Über großartige Ideen...


Unser jüngster Sohn (10 Jahre) wollte plötzlich seltsame Dinge von mir wissen.
Sohn: "Kann man sich ein Foto auf einen Stoff drucken lassen – muss aber groß sein?"
Mama: "Hmm, kann man schon, aber da braucht man ein Bild mit einer riesengroßen Datenmenge! (Hatte ich mich doch zufällig auch gerade mit solchen Themen beschäftigt – für meine nächste Messe) Was willst du den machen?"
Sohn: "Sag ich nicht! Morgen vielleicht."
Am nächsten Tag rückte er tatsächlich mit seiner Idee heraus. Er war mit seinem Freund im Kino gewesen und dort hing ein riesengroßes Banner von seinem neuen Lieblingsfilm. Und genau so eins wollte er auch unbedingt haben. Das wunderte mich nicht, unser Sohn lebt ja schon immer nach dem Motto "Think big!"
Gemeinsam haben wir im Internet recherchiert und ganz schnell festgestellt, so große Bilddaten bekommt man nicht. Dann kam Schlaunäschen auf die Idee, dass wir doch mal im Kino fragen könnten, ob man denen so ein Banner vielleicht abkaufen kann. Und siehe da: der Mann vom Kino war supernett – eine Woche später konnten wir das Banner abholen (gegen einen kleinen Obolus in die Kino-Kaffeekasse vom Taschengeld). Als der nette Mann vom Kino mich fragte, wo wir das gute Stück denn aufhängen wollen, bemerkte ich erst die große Dimensionen von diesem Teil (130 x 260 cm).
Leider wohnen wir natürlich nicht in einem Altbau mit hohen Decken, selbst im Treppenhaus war das Ding einfach zu groß… und dann haben wir "einfach" unten ein Stück abgeschnitten, einen Schrank im Kinderzimmer weg organisiert und damit Platz geschaffen. Ganz nebenbei noch eine Wand gestrichen, umgeräumt und für das Bett eine tolles Kopfteil selbst gebaut. Und so sah es dann aus:






Aus vier einfachen Leimholzbrettern aus dem Baumarkt (25 x 120 cm, Kostenpunkt nur 16,- inkl. Schrauben) und zwei Querlatten haben wir relativ schnell das Kopfteil für das Bett zusammen gezimmert und an die Wand gedübelt. Eigentlich sollte es noch gestrichen werden aber uns hat es dann in Natur doch viel besser gefallen.






Jetzt genießt unser Sohn sein neues Zimmer und denkt sich neue große Projekte aus.
Na dann…




Viele liebe Grüße, Kelly


01 März 2015

Kelly´s Corner: Das Beste von Allen!





Natürlich kennt sie jeder, diese seltsamen Stofftaschen, mit Allerlei bedruckt, die man in so vielen Läden bekommt. Eigentlich eine super Sache, wenn man nicht bei jedem kleinen Einkauf eine Tüte kaufen muss. Nur leider fand ich die schon immer abgrundtief hässlich und wenn sich doch mal so ein Ding in unser Haus verirrt hat, habe ich es immer ganz schnell wieder zurück gegeben. Jetzt habe ich mir ein wirklich schönes Einkaufshelferlein selbst genäht.








Ähnliche Modelle gibt es ja von verschiedenen Herstellern und Firmen. Ich habe mir das Beste von allen zusammengesucht ;-) und meinen eigenen Schnitt gemacht. Lange Henkel wollte ich gerne, damit man die Tasche bequem über die Schulter hängen kann. Ja, ansonsten braucht man eigentlich nur einen oder zwei schöne Stoffe und schon kann es losgehen.








Für die Tasche braucht ihr vier Stoffstücke je ca. 60 x 75 cm groß. Der Stoff sollte fest, aber nicht zu dick sein. Baumwollsatin oder Popeline ist ideal (mein Stoff war von "Stoff und Stil" Nr. 815608). Um die Kurven beim Schnittmuster zu zeichnen helfen Teller in unterschiedlichen Größen.

Die vier Stoffteile im Stoffbruch mit 1cm Nahtzugabe zuschneiden. Jeweils die rechten Stoffseiten der Außen- und der Innentasche aufeinander legen und von X bis X zusammen nähen. An den Rundungen die Nahtzugabe mit einer scharfen Schere ca. alle 5 mm einschneiden (vorsichtig, um nicht in die Naht zu schneiden).

Die Innentasche in Außentasche stecken (die Nähte sind immer noch außen) und den Stoff an den Henkeln feststecken, zusammen nähen, dabei die Henkel oben offen lassen. Die Nahtzugaben an Henkel-Rundungen ebenfalls einschneiden.

Nun wird die ganze Tasche durch eine Henkelöffnung umgedreht. Deshalb darf der Stoff auch nicht zu dick sein, das könnte sonst schwierig werden. Meine Tasche war nach dieser Aktion ein bisschen zerknautscht und musste erst mal ordentlich gebügelt werden.

Die Henkel einer Taschenseite zusammen nähen, das sieht dann ein bisschen aus wie ein Neckholder-Top. Dazu habe ich einmal abgesteppt mit der Nahtzugabe nach aussen, diese knapp abgeschnitten, nach innen geklappt, noch mal gesteppt und die entstandenen Nahtzugabe (oder nennt man das anders??) mit der Hand flach angenäht. Am Schluss alle Kanten an den Henkel ganz schmal absteppen (siehe Fotos), dann bleibt alles wo es es hingehört.




Natürlich passt das Täschchen zusammengelegt wunderbar in jede Handtasche.
Was will man mehr: hübsch, praktisch und selbst gemacht!

Liebe Grüße, Kelly
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