Kelly's Corner: wie massgeschneidert!



Mit Handtaschen ist das ja immer so eine Sache. Die, die man richtig toll findet sind sündhaft teuer. Viele sind schön, haben aber einfach das falsche Format, zuviel Schnick und Schnack oder die Farbe passt irgendwie nicht. Was bleibt? Frau näht sich die "ideale" Tasche einfach selber!








… weil ja gerade Ferienzeit ist, habe auch ich mal einen Tag lang sämtliche Arbeits-, Haushalts- und Wäscheberge Berge sein lassen und habe Stoffe, die schon viel zu lange herumlagen, zu einer perfekt für mich zugeschnittenen Handtasche verarbeitet.

Da ich mit 1,60 nicht gerade ein Riese bin, müssen meine Taschen eher querformatig sein. Klappen mag ich gar nicht und zu viele aufgesetzte Taschen auch nicht, weil ich meistens doch vergesse was ich dort hineingesteckt habe. Eine kleine Handytasche im Futter genügt mir. Auf einen Verschluss oben kann ich gut verzichten, denn ich muss immer schnell an meine Sachen heran kommen. Geklaut worden ist mir zum Glück noch nie etwas.






Den Kontrast der beiden schwarzen Stoffe (mattes Nopren und Lederimitat mit leichtem Glanz) fand ich sehr spannend und als einzige Verzierung habe ich mich für ein dekoratives &-Zeichen entschieden.

Beide Stoffe hatte ich mal bei Stoff und Stil bestellt. Das Büffelleder-Imitat (immer noch im Programm) hat eine graue flanellartihge Rückseite und der Neoprenstoff eine graue Fleece-Rückseite. Trotzdem habe ich für das Futter auch das Lederimitat gewählt – ich wollte es einfarbig haben.






Hier meine Nähanleitung.

Der Schnitt ist so einfach, dass ich ihn gar nicht aufzeichnen muss: 

• Taschenteile 4 x zuschneiden (40 x 29 cm)
die unteren Ecken habe ich mit einer CD als Schablone abgerundet
• Seitenteil 2 x zuschneiden (18 x 97 cm)
• Henkel 2 x zuschneiden (6 x 65 cm  + 65 cm Gurtband ca. 2 cm breit)
• Vorlage für Applikation (hier &-Zeichen Schrift Avantgarde 19 cm hoch)
•  evtl. Viesofix oder Uhu

Applikation auf die Vorderseite aufsteppen (entweder mit Vliesofix bei normalen Stoffen oder hier mit ein paar Tropfen Uhu fixieren, damit nichts verrutscht. Uhu nur bei sehr dicken Stoffen verwenden, da dieser leicht durchschlägt, bitte vorher ausprobieren!) Wer im Futter noch eine kleine Handtasche haben möchte, näht diese vor dem Zusammennähen auf. Außentasche zusammennähen, die Innentasche habe ich einen Steppfuß breit kleiner genäht. Die Nähte konnte man bei diesen Stoffen schlecht auseinander bügeln, also habe ich sie nur vorsichtig mit einem Tuch "in Form" gedämpft. Außen- und Innentasche auf die entsprechende Seite drehen und an der oberen Kante zusammenstecken, einmal absteppen. Dann oben einen ca. 4 cm breiten Streifen Neopren (Länge vorher ausmessen) annähen, nach oben umschlagen und unter dem Wulst fest steppen. Evtl. innen überschüssige Nahtzugabe abschneiden.
Tunnel für die Henkel nähen. Mit einer Sicherheitsnadel umdrehen und das Gurtband einziehen. Die Henkel an gewünschter Stelle festnähen und innen mit ein paar Stichen festheften. In die Seitenteile eine Falte durch eine ca. 5cm lange Naht nähen Beide Stoffe ließen sich wunderbar mit einer normalen Nadel nähen.










Meine neue Tasche ist natürlich schon schwer im Einsatz und hat sich bestens bewährt. :-) Leider hatte ich wohl ein Gurtband im Henkel nicht mit fest genäht und langsam hat sich der Henkel etwas gedehnt. Ich hatte mich schon gewundert warum  er mir dauernd von der Schulter rutscht – tja, da muss ich wohl noch mal ran…

Mit lieben Grüßen

Kelly

Kelly´s Corner: Ein echter Oldtimer

 
 
Manches selbst gemachte findet man nach Jahren immer noch soooo schööön und manches hätte man eigentlich ganz gerne schnell wieder los. ;-) Ihr wisst bestimmt was ich meine.
 
Jetzt muss ich Euch unbedingt zeigen, was ich neulich im Schrank meines großen Sohnes wieder entdeckt habe. Dieses Zebra ist ein echter Kuscheltier-Oldtimer: ich habe es vor 14 Jahren selbst genäht! Unser Söhnchen hatte es damals zu seinem ersten Weihnachtsfest bekommen – und er hat sich so gefreut…
 
 
 
 
 
Später wurde es von ihm sorgsam im Schrank aufbewahrt, als es langsam ein bisschen peinlich wurde, noch Kuscheltiere im Teenager-Zimmer zu haben.
 
 
 
 
Den Schnitt hatte ich selbst entworfen und finde die Form eigentlich immer noch sehr gelungen. Damals hatte ich das gesamte Tier mit der Hand genäht, weil ich mit elastischen Stoffen noch ein bisschen auf Kriegsfuß stand. Der Stoff ist wunderbar, ein ganz weicher grau-weiß gestreifter Nickistoff.
 
 
 
 
 
 
Zum Glück haben wir noch zwei jüngere Kinder die das "alte" Tier inzwischen liebevoll adoptiert haben.

 

 
 
Ja klar… weil es doch so niedlich ist und man aus dem Zebra auch ein weißes, braunes oder schwarzes Pferchen machen könnte, oder eins mit Punkten wie der "kleine Onkel" von Pippi Langstrumpf, habe ich den Schnitt noch mal neu vom Tier abgenommen und für Euch aufgezeichnet.
 
Hier könnt Ihr euch das Schnittmuster herunterladen. Das PDF ist in DIN A3 angelegt und damit in Originalgröße. Wer es auf DIN A 4 ausdrucken möchte: entweder in zwei Teilen oder mit 71%.
 
Verwenden könnt Ihr eigentlich alle Stoffe die Euch gefallen. Bei elastischen Stoffen muss man vielleicht beim Mittelstreifen zwischen den beiden Körperteilen etwas aufpassen, dass es sich nicht zu sehr in die Länge zieht. Ich kann mich noch erinnern, dass ich ein bisschen Probleme mit den Beine hatte, die standen zu weit auseinander. Also habe ich dem Tierchen noch eine Bauchfalte verpasst, dann war es besser. Ich denke auf den Bildern sieht man ganz gut wie es genäht ist. Wer sich unsicher ist, sollte auf jeden Fall vorher die Stoffteile zusammen heften, da kann man immer gut erkennen ob alles passt.
 
Viel Spaß und vielleicht schickt mir der ein oder andere ein Bild von seinem persönlichen Zebra – ich würde mich freuen!
 
Liebe Grüße
Kelly
 
PS: Vielen Dank für die lieben Kommentare zu meinem letzten Post!!!!!!!
 

Kelly´s Corner: Kinderleichtes Ferien-DIY!



 
 
Trotz viel Arbeit, Messe und den letzten Schulwochen vor den Sommerferien, schwelge ich immer noch in Urlaubserinnerungen an Dänemark: Dort haben wir ganz überraschend die seltenen, niedlichen dänischen Steinmonster kennengelernt? Sie leben ziemlich versteckt am wunderbaren Nordseestrand…
 
 
 
 
… und wenn mal ganz wenig los ist und man viel Glück hat, bekommt man die schüchtern Strandbewohner zu Gesicht!
 

 

 
 
Schüchtern sind sie tatsächlich nur Fremden gegenüber. Am liebsten aber treffen sich alle zusammen am Strand und feiern wilde Mitsommernachts-Partys.
 

 
 
Kuscheln gerne…
 

 
 
…und schlafen am liebsten im wunderbar weichen Seegras.
 

 

 
 
Die niedlichen Steintierchen könnt ihr ganz einfach mit euren Kindern nach basteln.
 

 
 
 
 
Schöne oder lustig geformte Steine kann man überall finden. An viele Flüssen und See oder eben am Meer. Einfach mal die Augen offen halten! Unsere Steine hatten alle eine lustige Monster-Form und wurden mit ganz normalen Buntstiften angemalt, die wir noch in letzter Minute eingepackt hatten. Dann haben wir die Stein-Monsterchen am Strand fotografiert. Das hat allen sehr viel Spaß gemacht. Und natürlich sind sie mit uns nach Hause gereist!
 

 
 
Liebe Grüße und einen schönen Ferienanfang!
Kelly

Kelly´s Corner: Hej!

 
 


Heute möchte ich euch gerne ein paar Urlaubsbilder von unserer Reise nach Dänemark in den Pfingstferien zeigen. Bis jetzt waren wir immer nur im August dort oben, wegen unsere doch sehr späten Sommerferien in Bayern. Da Pfingsten diese Jahr so spät lag, haben wir und ganz bewusst für ein Reiseziel im Norden entschieden. Und – wir haben mal etwas Neues ausprobiert und für zwei Wochen ein Hausboot gemietet:



 
Absolut begeistert hat uns der wunderschöne Nordseestrand. Hohe Dünen, toller Sand, menschenleer… so kannte ich "Strand" bis jetzt nur aus Amerika.
 
 
 

 
 
Die Kinder waren total aus dem Häuschen und sind die Dünen immer wieder rauf und runter gerannt –bis uns irgend wann siedend heiß einfiel, dass man das gar nicht darf. Ups…
 

 

 
 
Unser Hausboot lag fest in Bork Havn, einem sehr netten Fischer- und Segel-Hafen am wunderschönen Ringkøping Fjord. Auch zum Surfen und Kitesurfen scheint die Gegend sehr beliebt zu sein.
 

 

 
 
Täglich tuckerten die Fischer morgens und abends an unserem Boot vorbei, das mit drei Terrassen ausgestattet war. So hatten wir immer ein windstilles und sonniges Plätzchen und das weit bis in den Abend hinein.
 

 
 
Aus Dänemark muss man einfach Steine mitbringen. Flach und rund geschliffen, wie kleine Seifenstücke, findet man sie in allen Farbschattierungen, überall am Strand. Wir haben sogar drei Steine mit einem natürlich entstandenen Loch gefunden, sogenannte "Hünergötter" die schon früher als Amulett das Vieh vor bösen Geistern schützen sollten. Ja… unser Gepäck war auf der Heimfahrt ein bisschen schwerer…
 

 

 
 
 
 
Unser jüngster Sohn lässt sich gerne den Wind um die Nase wehen und ist ganz oft, mal eben schnell, an den kleinen idyllischen Badestrand, gegenüber der Mole an der unser Hausboot lag, verschwunden.
 
 
 

 
 
 
Dänemark bieten natürlich für alle kulinarische Vorlieben absolute Highlights. Das Eis schmeckt fantastisch, vor allem die Toppings, wie Zuckerstreusel, Kakaopulver und sogar Mohrenköpfe waren bei unseren Kindern sehr beliebt. Lachs aus einer kleinen Fischräucherei und die hervorragenden Burger, Hot Dogs und Pommes von "Dørte und Thommy" am Havnkiosken waren einfach ein Traum!
 


 
 
Ein klein bisschen Kultur haben wir dann auch gemacht, denn es wird dort einiges geboten. Um den Ringkøping Fjord gibt es insgesamt dreizehn verschiede Museen. Wir haben uns das Wikinger-Dorf in Bork Havn angesehen. Ein sehr schöne und liebevoll angelegt Siedlung mit einem kleinem Hafen. In den dänischen Sommerferien leben dort "echte" Wikinger-Familien…
 

 

 

 
 
Ein weiteres Highlight, dass wir auf gar keinen Fall verpassen wollten, war das Sandskulpturen-Festival von Søndervig. Unter einem Festival hatte ich mir zwar etwas anders vorgestellt – es ist im Grunde eine große Ausstellung mit meterhohen Skulpturen von vielen Künstlern aus ganz unterschiedlichen Ländern (dieses Jahr zum Thema Wikinger). Es war absolut verblüffend, was die aus ganz normalen Bausand gezaubert haben und das hält sogar bei Regen!
 

 

 
 
Selten haben wir einen so entspannten und erholsamen Urlaub erlebt. Das Wetter war zwölf Tage lang toll – dann kam Sturm auf. Hatten wir doch immer wieder festgestellt, dass man auf dem Boot fast gar nicht merkt, dass man auf einem Boot ist, waren die letzten zwei Tage schon sehr schaukelig. Ehrlich gesagt habe ich jetzt zu Hause immer noch leichten Schwindel und das nach fast zwei Wochen. Na, ein echter Seemann werde ich nicht mehr…
 

 
 
Das war unser Blick vom Bett aus, über die Terrasse auf den Hafen – einfach traumhaft, den werde ich so schnell nicht vergessen.
Wäre es nach Dänemark für uns nicht so eine lange Fahrt (13 Stunden haben wir inklusive Stau am Elbtunnel gebraucht), würden wir viel öfter dort Urlaub machen. Aber… wir kommen wieder!!!!
 
Liebe Grüße
Kelly

Kelly´s Corner: Ein Lieblingsstück und ein Lesetipp für die Ferien!



Seit letztem Sommer gibt es etwas, das mein Leben ganz überraschend bereichert hat und das steckt…

 
 
Niemals hätte ich gedacht dass ich mich so für einen E-Book-Reader begeistern könnte. Als mir eine Freundin von ihrem neuen Tolino vorschwärmte, dachte ich das erste Mal, dass das auch etwas für mich sein k ö n n t e. Dazu muss ich sagen, dass ich weder mein Handy oft benutze, noch ein großer Freund von Tablets bin, denn ich bin diesbezüglich leider ein bisschen traumatisiert: Ist mir doch das I-Pad meines Mannes aus der Hand gefallen – hmmmm auf den Fliesenboden und er war auch noch live am Telefon dabei, autsch! Seit dem habe ich ein leicht "gestörtes Verhältnis" zum I-Pad – na ja, für ihn war es die Gelegenheit sich relativ schnell das neue Modell zu besorgen. J
 
Seit ich meinen Kindle habe, habe ich schon 18 Bücher gelesen – ein absoluter Rekord für mich – früher schaffte ich vielleicht 4-5 im Jahr (aber da waren die Kinder auch noch kleiner). Warum mir das Lesen mit dem E-Book-Reader so Spaß macht, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich lese oft noch abends im Bett, wenn mein Mann schon lange schläft und finde es wunderbar gemütlich, so ganz ohne Nachtischlampe. Früher musste er leider immer bei Licht einschlafen.
 
Für den Urlaub habe ich meinem Kindle noch eine Extra-Hülle genäht. Man kenn das ja: Kekskrümel und Sand in der Badetasche…
 
 

 

Die Hülle habe ich neulich mal eben schnell zwischen Rasen-mähen und Abendessen-machen genäht. Ratzfatz war sie fertig. Die Filzplatten sind eigentlich Filz-Platzsets, die ich im Winter mal bei Aldi mitgenommen hatte. (Tipp: Bei Stoff und Stil gibt es jetzt ganz neu Filzplatten in tollen Farben)


 
 
Den Filz habe ich entsprechender Größe zugeschnitten und noch vor dem zusammen nähen den Stern aufgenäht. Verwendet habe ich zwei Fäden gleichzeitig: Neonorange und Neonpink – das erkennt man leider auf den Fotos hier nicht so gut. In "echt" leuchtet die Naht sehr neon-schön.
 
Wirklich ganz erstaunt war ich, wie easy die Flilzpaltten sich verarbeiten lassen, denn das hatte ich noch nie ausprobiert. Meine gute alte Nähmaschine hat nicht gemeckert  – immerhin ist eine Platte 5 mm stark und die fertige Hülle 10 mm! Alles kein Problem!


 

 


Sucht ihr noch einen tollen Schmöker für die Ferien – dann hätte ich einen tollen Tipp:


 
 
Die Autorin Shirley Michela Seul und ich haben vor vielen Jahren zusammen in einer Werbeagentur gearbeitet. Das war mein erster Job, als ich nach München gezogen bin. Lange haben wir nichts von einander gehört und erst über ein paar Ecken bei Facebook kam wieder ein Kontakt zustande. Dass sie Bücher schreibt wusste ich, aber mehr aber auch nicht.
 
Dann habe ich mich informiert: sie schreibt Romane, Erzählungen, Krimis und Sachbücher als Autorin, Co-Autorin und Ghostwriterin - toll! Und so hatte ich mir vorgenommen unbedingt ein Buch von ihr auszuprobieren, wenn man schon mal eine Autorin persönlich kennt. Ausgesucht habe ich mir den ersten Band einer bis jetzt dreiteiligen Krimiserie: "Alle Vögel fliegen hoch" Franza und Flipper ermitteln.
 
Schon nach den ersten zwei, drei Seiten war klar: das muss ich weiterlesen! Shirley hat einen frischen und sehr amüsanten Schreibstil. Die Hauptfigur Franza ist so sympathisch, aber manchmal auch ein bisschen tollpatschig. Flipper, ihr Hund ist schlau und einfühlsam – den möchte man gerne selber haben. Und dann gibt es noch einen attraktiven Kommissar… mehr will ich gar nicht verraten! Die Geschichte spielt in München und im Landkreis Starnberg – für mich auch sehr nett, denn hier wohne ich. J
 
Ein tolles Buch, das mich wunderbar unterhalten hat und ich unbedingt weiterempfehlen kann!
 
Wer mehr über das Buch erfahren möchte, kann hier neben dem Klappentext, sogar in den ersten Seiten schmökern:
 

 
Ich jedenfalls nehme Franza und Flipper mit in den Urlaub! Die beiden anderen Bücher von dem sechsbeinigen Ermittlerduo ("Sonst kommt dich der Jäger holen" und "Vebiss") habe ich mir schon aufs E-Book geladen…  und freu mich riesig drauf… schließlich will ich ja wissen ob und wie es mit Franza und dem Kommissar weitergeht.
 
Mehr über Shirley, ihre Bücher und ihren Hund erfahrt ihr auf ihrem Blog:
 
http://www.flipper-privat.de




Wie sind denn eure Erfahrungen mit einem E-Book-Reader? Seid ihr auch so begeistert oder greift ihr doch lieber zum traditionellen Buch?

Liebe Grüße und schöne Pfingstferien
Kelly
 
© 2009 - 2013 Karin Offinger